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Osteopathie

Grundlagen, Prinzipien und Anwendungsgebiete

Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Medizin, die darauf abzielt, Funktionsstörungen im Körper zu erkennen und zu behandeln. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: „osteon“ (Knochen) und „pathos“ (Leiden). Die Osteopathie betrachtet den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Körpersystemen.

Prinzipien der Osteopathie

  • Ganzheitlichkeit: Der gesamte Körper mit all seinen Strukturen und Funktionen wird als zusammenhängendes System betrachtet. Beschwerden und Symptome werden daher nicht isoliert behandelt, sondern im Kontext des gesamten Organismus gesehen.
  • Selbstheilungskräfte: Die Osteopathie geht davon aus, dass der Körper über eigene Regenerations- und Heilungskräfte verfügt. Ziel der Behandlung ist es, diese Selbstheilungskräfte zu aktivieren und zu unterstützen.
  • Manuelle Techniken: Osteopathen arbeiten ausschließlich mit ihren Händen. Sie ertasten Spannungen, Bewegungseinschränkungen und Fehlfunktionen, um diese anschließend mit speziellen Griffen und Techniken zu behandeln.

Drei Hauptbereiche der Osteopathie

  1. Parietale Osteopathie: Befasst sich mit dem Bewegungsapparat, also Knochen, Muskeln und Gelenken.
  2. Viszerale Osteopathie: Hier stehen die inneren Organe und ihre Aufhängungen sowie deren Beweglichkeit im Mittelpunkt.
  3. Kraniosakrale Osteopathie: Dieser Bereich konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Schädel (Cranium), Kreuzbein (Sakrum) und deren Einfluss auf das Nervensystem.

Anwendungsgebiete

Osteopathie wird häufig bei muskulären und skelettalen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Verspannungen oder Gelenkproblemen eingesetzt. Auch bei Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen oder nach Verletzungen kann die Osteopathie unterstützend wirken. Sie findet Anwendung bei Menschen jeden Alters – vom Säugling bis ins hohe Alter. Sie kann bei verschiedenen Beschwerden hilfreich sein, ersetzt aber nicht die klassische medizinische Versorgung, sondern ergänzt diese sinnvoll.